Bye bye - ein Fazit

21Aug2014

So, nun haben wir also wieder bayerischen Boden unter den Füßen und der erste Morgen danach bringt naturgemäß eine gewisse Katerstimmung mit sich ;-). Wir blicken auf 16 Tage in Südengland (im zweiten Jahr hintereinander) zurück. Hier zunächst unser kleines Fazit, danach noch ein paar nette Bilder zum Abschluss.

1. Besonderer Dank an alle Blogleser

Um einen Reise-Blog zu lesen, benötigt man wohl entweder Interesse am Urlaubsland und/oder an den Reisenden. Man muss sich darauf einlassen können, dass diese gerade etwas Schönes erleben, während man selbst vielleicht gerade arbeiten muss oder selbst nicht gerade im Urlaub ist. ... Umso mehr gilt mein Dank all denen, die sich mit uns einfach nur über unsere Reise und unsere Erlebnisse freuen konnten...

Wer Lust hat, kann ja noch einen kleinen Abschlusskommentar schreiben...

2. Warum England in zwei Jahren hintereinander?

Dies lässt sich einfach beantworten. Wir haben letztes Jahr überraschend schöne Orte entdeckt und manchmal einfach zu wenig Zeit gehabt, um all das zu sehen, was uns interessiert hätte. Außerdem hatten besonders die Kinder viel Freude am English Way of Life mit gelegentlicher Strandoption ;-)

 3. Was haben wir dazu gelernt?

Leider war England auch in diesem Jahr sehr teuer für uns, da das Pfund sehr stark da steht (1 Pfund = ca. 1,30 Euro). Am günstigsten wird es immer dann, wenn man eine self-catering Option dabei hat, wie z.B. eine Küchenzeile in Paignton, wo wir uns prima und günstig selbst versorgen konnten. In Zukunft würden wir wohl nur noch 2 Ferienhäuser (je 1 Woche in zwei Küstenorten) hintereinander buchen, ohne Frühstück (da eh zu viel und zu fett im B&B), dafür mit Küche. Dann kann man die Nebenkosten besser regulieren und muss nicht dauernd Sandwich- oder gar Fastfoodlösungen akzeptieren um die schlechten und teuren englischen Restaurants/Pubs zu umgehen. Wenn man Essen geht, sollte man versuchen Pizza, hausgemachte Lasagne oder andere Nudelgerichte zu bekommen, wenn man ein Essen mit Geschmack sucht ;-)

4. Was kann man beim Mietwagen beachten?

Bucht man fast 1 Jahr vorher halbieren sich fast die Kosten. Wir zahlten über Hertz/ADAC für 12 Tage ca. 380 Euro inkl. Zweitfahrer und aller Versicherungen (wichtig: ohne SB!). Das Navi und die Sitzschalen für die Kinder haben wir wieder selbst mitgebracht um weitere 200-300 Pfund zu sparen). Mit einem Wagen der Kompaktklasse (Ford Focus Diesel, 4 Türen) kamen wir koffertechnisch gerade noch gut hin. Die Spritkosten für eine Südenglandreise betragen bei ca. 1500km etwas 150 Euro.

5. Welche Orte haben es uns diesmal besonders angetan?

Lynton - mit seiner wirklich seltsamen Lage und seinem Felsental auf den Klippen, dem Vale of Rocks. Außerdem der Steinkreis von Avebury. Die Bucht von Treen war wiederholt ein Highlight.

6. Was kann man sich sparen?

St. Ives zu normalen Tageszeiten.

Die Strandpromenade von Penzance.

Den Strand von Paignton.

Das Eintrittsgeld (74 Euro) bei den Höhlen/der Schlucht von Cheddar. Das geht alles auch ohne!

7. Wie waren die Engländer?

Erstaunlich gesprächig. Inzwischen fast erschreckend deutschfreundlich ;-). Im Straßenverlehr sehr defensiv und eher vorsichtig. Erstaunlich - fast jeder Engländer hat irgendwie eine Verbindung zu Deutschland, sei es über den Krieg, die Armee oder Verwandte. Da muss man sich schon manchmal mitten in einer Boutique von einem grauhaarigen Engländer erzähen lassen, wie es 1961 in Münster so war ;-)  ..Oh, really?! Amazing! Very interesting ...

8. Wie war das Wetter?

2 mal richtiger Regen in 16 Tagen (jeweils 2-3 Stunden). 1 Sturm mit Regen über Nacht. Dazwischen 2-3 mal kurzer Schauer von wenigen Minuten. Dazu 18-25 Grad. Wir wurden kein einziges Mal nass. Erstaunlich viele sonnige Abschnitte...Glück gehabt!

9. Fazit?

Ein relativ teures Urlaubsvergnügen mit viel Abwechslung, ideal für die, die eher nicht so heiße Sommertage lieben und nicht nur am Strand herum liegen wollen. Wer gerne wandert und sich an der Natur erfreut, wird England lieben! Für Familien ist eine ideale Mischung aus Kultur, Bewegung und Relaxen in der wunderbaren Natur Englands möglich. Was will man mehr?

10. Und nächstes Jahr?

Island soll es werden - ein ungewöhnliches Ziel für einen Sommerurlaub, aber wohl ein ideales Reiseland für einen Blog befürchte ich  ;-)....Bye! Bye! CU!

 

Tag 15 - Oxford - Colleges, Colleges, Colleges

19Aug2014

Diesmal sind wir wieder am Ortseingang von Oxford in einem Premier Inn Hotel untergebracht. Diese Kette besticht durch günstige große Zimmer für bis zu 4 Personen. Und man glaubt es kaum, es gibt hier sogar die lange vermisste Mischbatterie ;-)

Am späten Vormittag brechen wir mit dem Auto in die Stadt auf und parken direkt an der Folly Bridge hinter einem Pub.

Von dort laufen wir durch den großen Park des Christ Church College in das Zentrum.

Wir entdecken bald eine Mischung aus Rialto- und Seufzerbrücke von Oxford, die Lesekuppel der Bodleian Library (hat von jedem engl. Buch 1 Kopie, insgesamt ca. 7 Millionen! - die man aber nicht ausliehen darf!) und den Covered Market, der mit Tea Shops, asiatischen Restaurants und diversen Boutiquen durchsetzt ist.

Nachdem das Urlaubsgeld nicht mehr so locker sitzt, gehen wir nach einer netten Tasse Tee in St. Mary`s Church "Freiluft Tea Room" ...

...direkt zum Oxford Standardprogramm über: dem Besichtigen diverser Colleges. Einen Blick in den Hof werfen darf man immer - für den Schnappschuss auf die Schnelle.

Will man jedoch besondere Räume, wie z.B. die Halle oder die Kapelle sehen bzw. die oft genial angelegten Gartenanlagen, dann muss man mit bis zu 20 Pfund Eintritt als Familie rechnen. Wir entscheiden uns zur genaueren Betrachtung des New College, entgegen dem Namen einer der ältesten College-Anlagen, schon um zu sehen, an welchem Ort Malfoy von Professor Moody in ein weißes Frettchen verwandelt wurde (u.a. ein Schauplatz für den 4. Teil der Harry Potter Filme). Wir besichtigen den Hof mit dem Riesenbaum, die Kapelle, in der man nicht fotografieren dürfte und schließlich die Gartenanlage, samt Resten der alten Stadtmauer, bei längst fälligem Nieselregen. Der historische Kern des Colleges geht in etwa auf das  Jahr 1400 n. Chr. zurück.

 

Ganz am Ende entzaubert sich das College etwas, als wir die einfachen Unterkünfte der Elitestudenten in einer Dependance entdecken.

Danach geht es zum Botanischen Garten, wo wir einen mitgebrachten Wander-Geo-Cache aus Illinois, USA, (einen sogenannten registrierten "Trackable", den man möglichst durch die weite Welt schicken soll und den wir am Samerberg in einer Geocache-Dose gefunden hatten) nun in einer Oxford-Cache-Dose sicher verstauen und damit seine neue Reise initiieren (z.B. könnte er von einem der vielen Japaner mitgenommen werden, z.B. nach Tokio oder gar nach Rothenburg ob der Tauber, wo auch immer viele Japaner auf dem ganzjährigen Weihnachtsmarkt oder im beliebten Foltermuseum sind :-)

Zur Feier des Tages nehmen wir einen neuen Trackable (immer mit Metallplakette und -kette, einer Codenummer und einem lustigem Anhänger versehen) aus der Dose. Diesen werden wir morgen nach Deutschland exportieren und bald vor Ort über GPS mit seinem neuen Standortkoordinaten "einloggen". Er stammt ursprünglich aus Prag, und war laut Geocaching Website bereits u.a. in Spanien, Schottland und England unterwegs... jetzt ab nach Bayern.

Apropos ab nach Bayern....unser letzter Urlaubstag in Oxford geht mit einem ziemlich türkischen Dinner in einem Coffee Shop bei Ayran, Lamahcun und Salat zu Ende... sozusagen als Einstimmung auf unsere erneute kleine Istanbulreise im November!

Das war unser letzter Tag in Oxford...

Morgen/Übermorgen werde ich ein ausführliches Fazit ziehen und noch ein paar schöne Extra-Bilder nachreichen...erst wenn Ihr die gesehen habt, dann ist der diesjährige Blog beendet! ;-)

Tag 14 - Der magische Steinkreis von Avebury & Transfer nach Oxford

18Aug2014

 

Zunächst ein kleiner Bildernachtrag zu gestern (Kartenleser geht wieder!):

Heute

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Besuchs des Steinkreises von Avebury und des Transfers nach Oxford, wo wir den letzten ganzen Tag verbringen werden. Gegen 10 Uhr verlassen wir Lynton über die Küstenstraße in Richtung Minehead/Hauptrichtung Bristol. Der Weg schlängelt sich durch wunderbare Erikafelder direkt an der Küste entlang und führt uns zunehmend durch Landschaften und Dörfer, die richtig aufgeräumt/deutsch wirken, d.h. wir lassen die Moorlandschaft hinter uns.

Wir passieren auch das berühmte Castle von Dunster...

Für den auf dem Weg liegenden Steinkreis von Avebury haben wir uns entschieden, da er der größte der Welt ist, eine Fläche von 15ha bzw. ein ganzes Dorf einfasst und zudem nicht überlaufen und sogar kostenlos ist. Stonehenge hätte ca. 45 Pfund gekostet, wobei der Steinkreis selbst nicht einmal hätte betreten werden dürfen...hier eine Obenansicht von der Anlage von Avebury:

So erreichen wir Avebury nach einigen kurzen Stopps am Nachmittag bei  einem Platzregen und einer megadunklen Wolke am Himmel, die prima zu dem mythischen Steinkreisszenario passt. Wir retten uns in den Team Room der dazugehörigen Museumsanlage (voller deutscher Familien ;-) und trinken unseren heutigen Cream Tea.

Als die Sonne wieder lächelt, erkunden wir die großzügige ca. 4500 Jahre alte Anlage, deren ursprüngliche Funktion bis heute nicht belegt ist. Ob rituelle Kultstätte, Friedhof, Versammlungsort, Gerichtshof, es gibt viele Theorien. In jedem Falle haben Druiden die engl. Steinkreise erst später rituell benutzt...

Die bis zu 5m hohen Sandsteine sind bis zu 60cm im Boden verankert und wirken wie eine nette Sammlung diverser Hinkelsteine....zunächst...je weiter man die Anlage nach und nach erkundet, umsomehr wird einem bewusst, wie riesig diese Anlage insgesamt ist und wie bedeutsam sie wohl einmal war. Im Zwielicht ein besonders magischer Ort, das spüren wir...der Besuch bzw. kleine Umweg hat sich mehr als gelohnt.

Gegen 17.30 Uhr verlassen wir den magischen Ort und erreichen gegen 19 Uhr endlich Oxford, unsere letzte Station...trotz Transfers ein wunderbarer Tag!

Tag 13 - Lynton- Unglaubliches Vale of Rocks & malerisches Watersmeet

17Aug2014

Gestern waren wir anfangs nahezu geschockt vom trüben ersten Eindruck von Lynton mit dieser seltsamen Hanglage und einem Strand, der eher an die Lavastrände von Lanzarote erinnert als an die traumhaften Buchten, die wir aus dem Süden ja nun kennen...auch muss man wissen, dass Lynton oben am Hang und Lynmouth unten in der Bucht liegt. Lynton und Lynmouth sind durch steile Zickzackgehwege oder die sogenannte Cliff Rail miteinander verbunden...mehr dazu später...

Der heutige Tag war umsomehr voller Überraschungen und damit einer der schönsten Tage des Urlaubs. Wir haben heute eine Küsten-Landschaft gesehen, wie wir sie nie zuvor zu Gesicht bekommen haben. Leider können die Bilder (Smartphone-Bilder der Kinder + Internetpics) nur einen Bruchteil dessen zeigen, was unser Auge heute sehen durfte...aber nun der Reihe nach:

Nach dem Frühstück (heute mit Porridge und gebratenem Fisch!) durchqueren wir zunächst das touristisch perfekt inszenierte Lynton. Viele nette Läden mit Antiquitäten, aber auch schicke Boutiquen und viele einladende Tea Rooms machen Lust auf eine kleine Shopping-Aktion. Wir werden locker ein paar restliche Pfunds für diverse Mitbringsel los...

Nun suchen wir den Einstieg in das "Vale of Rocks", eine ungewöhnliche Felsformation nahe Lynton , die direkt auf den Klippen einen grünen Kessel mit der typischen Moorvegetation einschließt. Um dorthin zu gelangen, laufen wir aufregende Küstenpfade direkt an üppig bewachsenen Steilhängen, die riesig und bedrohlich wirkende  Meeresfläche stets in Fallreichweite.

Auf kleinen Bänkchen machen wir Zwischenstopps um den Ausblick zu genießen, einmal auch, um in eine der  mehreren (an der Bank fest befestigten) Poetry Boxes in Gedichtform zu schreiben, was wir gerade empfinden - eine nette Idee! Am Ende erreichen wir die Hauptformation, das Castle of Rocks, welches wir natürlich besteigen.

Ca. 20 wilde Bergziegen springen dort an den Steilhängen umher...ein ungewöhnlicher Anblick!

Der Wind pfeift uns mit milden 20 Grad um die Ohren, sodass wir wieder absteigen und in den wunderbaren grünen Kessel eintauchen um einen alternativen Coastal Path für den Rückweg zu suchen. Nach 10 Minuten erreichen wir aber erst einen idyllischen Tea Room in unglaublicher Lage mit Biergartenatmosphäre und stärken uns sofort mit einem Tee und selbst mitgebrachten Sandwiches. Im Bild oben, neben dem kleinen Parkplatz.

Danach erklimmen wir die nächste Anhöhe und staunen über die (für englische verhältnisse) gigantische Felsenkette. Nun wird auch klar, warum dieser Ort auch "die kleine Schweiz" genannt wird. Wir können uns kaum satt sehen, machen uns aber dann doch auf den Rückweg und erreichen Lynton wieder, nachdem wir einen dichten Geisterwald in Hanglage durchquert haben.

Wer findet die Ziege auf dem Bild unten?

Zurück in Lynton ist es nun Zeit, den unteren Teil unseres Standortes, Lynmouth, zu erkunden. Wir laufen die steilen Serpentinen hinunter (die dort keiner mag!), lassen den unattraktiven Strand und den Hafen einfach links liegen ...

...und begeben uns (von der Meeresmündung des Flusses landeinwärts) auf die Suche nach Watersmeet, dem Endpunkt eines angeblich malersichen Tales, an dem sich zwei Flüsse treffen und ein schönes Ausflugslokal sein soll. Obwohl wir schon die Küstenwanderung in den Beinen spüren, packt uns der Ehrgeiz, dieses Watersmeet noch zu erreichen.

Schilder zeigen 2 1/2 Meilen an, am Ende sind es gefühlte 5km und ca. 1h an einem wunderbaren Flusslauf entlang bis nach Watersmeet - welches, obwohl noch einige Wanderer da waren, dann um 17.30 Uhr bereits geschlossen hatte - na toll! Elias hatte sich so auf Chicken Nuggets und Chips gefreut, der Rest von uns auf unseren Cream Tea. Wir fühlen uns wie auf einer 6-stündigen Bergtour, wo am Ende die Hütte geschlossen hat. Mit letzter Kraft schleppen wir uns nach Lynmouth zurück und fallen wie Säcke in die Cliff Railway Bahn (aus dem Jahre 1888; ein physikalisches Wunderwerk, welches sich nur durch eingepumptes Flusswasser bewegt!), die uns wieder nach Lynton hochbringen soll. Die Serpentinen hinauf hätten wir bestimmt nicht mehr geschafft! ;-)

Zurück in Lynton gehen wir ausnahmsweise mal essen - bei "Pizza und Pasta", da durch den Lokalnamen eine gewisse Aussicht darauf besteht, dass wir kein typisches englisches Essen bekommen. Und tatsächlich - Pizza Funghi, Salatbar und Spaghetti Bolognese - wir fühlen uns wie im 7. Himmel, vor allem nach diesen ca. 15km, die wir heute bergauf, bergab geschafft haben.

Hier nochmal die gelaufene Tagestour im Google-Überblick:

Am Ende des Urlaubs werde ich mehr Bilder einstellen (in Oxford werde ich einen neuen SD-Kartenleser kaufen können und noch einige schöne Originalpics nachliefern!) , die den heutigen Tag und vor allem das Gesehene noch genauer und in viel besserer Bildauflösung dokumentieren können. Meine Augen werden jetzt schon langsam schwer beim Tippen und ich glaube, ich schlaf gleich ein ....tzzzz tzzzz

Tag 12 - 5h Fahrt nach Lynton & Stau & Regen & englische Klos

16Aug2014

Wie der Titel schon sagt, steht der heutige Tag ganz im Zeichen des ersten Teils unserer Rückfahrt Richtung London. Da es auf den ersten 100 Meilen keine Autobahn gibt, wie bei uns, stehen wir immer wieder lange im Stau, da sich offenbar 1000de am Abreisesamstag wieder Richtung Norden bzw. Osten bewegen. Für ca. 200km benötigen wir 5h. Das Navi leitet uns immer wieder, angeblich auf der schnellsten Route ;-), durch Mini-Dörfer, enge heckengesäumte Landstraßen und scheinbare Sackgassen, die plötzlich wieder auf einer Hauptstraße enden. Das Wetter verschlechtert sich zusehends und wir erreichen unser B&B in Lynton bei englischen 15 Grad und Nieselregen. Lynton besticht trotzdem durch seine ungewöhnliche Hanglage direkt am Meer. Wir sind schon gespannt auf morgen, wenn sich der Himmel laut Vorhersage angeblich wieder freundlicher und heller zeigen wird...unser Zimmer ist in Marinefarben maritim eingerichtet und überrascht mit einem Stoffblumenstrauß, der in einer Vase mit Wasser(!) steht...diese Engländer! ;-)

Da es heute nicht viel Neues gibt, hier noch ein kleiner Exkurs:

Zum Thema Bad & Wasserprobleme in England habe ich mich ja bereits letztes Jahr ausführlich ausgelassen. Ergänzend sei hinzugefügt, dass wir auch diesen Sommer überall mit heißen und kalten Wasserhähnen kämpfen und dass in einer Unterkunft die Dusche nur richtig funktionierte, wenn man gleichzeitig den Warmwasserhahn am Waschbecken (!) aufdrehte. Unglaublich!

Auf vielen englischen, stillen Örtchen muss man außerdem ein 5-faches Nachspülen einrechnen, da auch hier der Wasserdruck oft nicht reicht. Da der Engländer durch diese vorsintflutlichen Wasserinstallationen wohl viel Zeit im Bad verbringen muss, bis alles erledigt ist, verwundert es nicht, dass er gleich seinen Tee mit ins Bad nimmt und es ist nur logisch, dass direkt neben dem Klo auf einem Aufkleber darum gebeten wird, den verwendeten Teebeutel doch bitte nicht ins Klo zu werfen....Falls mir der Lehrerberuf einmal nicht mehr gefallen sollte, werde ich ich sicher nach England gehen und ins Mischbatterie-Geschäft einsteigen. Da sollten Millionen drin sein....

 

PS Der SD-Kartenleser funktioniert seit gestern nicht mehr und ich werde vorübergehend auf Internetpics zurückgreifen, um den Text zu veranschaulichen...Originalfotos werden in jedem Fall nachgereicht, sobald die Technik wieder mitmacht...

 

 

 

 

Tag 11 - Keltisches Dorf - St. Ives - Traumstrand in Treen

15Aug2014

Der heutige Tag beginnt mit einem Ausflug nach Carn Euny, einem ca. 30 Minuten entfernt liegenden keltischen Dorf aus der Eisenzeit. Spannend ist bereits die Zufahrt. Sie ist so eng, dass nur unser Auto gerade so hindurch passt und wir müssen zweimal mit Rückwärtsgang an einer der wenigen Ausweichstellen Vorbeifahrmanöver bewältigen. Wäre der englische Rückspiegel nicht schräg und der Schalthebel links angebracht, dann wäre das schon etwas leichter.

Schließlich erreichen wir einen netten kleinen Parkplatz mitten in der englischen "Pampa", der von Hortensien gesäumt ist ...wir sind die ersten/einzigen Touris vor Ort ...prima...dann mal los...nach ca. 450m Trampelpfaden durch bauernhofähnliche Anlagen erreichen wir die Steinreste des alten keltischen Dorfes. Es ist ca. 2500 Jahre alt, war wohl die ersten 900 Jahre bewohnt, danach nur noch als Gehege/Ställe für Tiere verwendet worden. Es ist erstaunlich groß und hat zur Freude der Kinder auch große unterirdische Räume, die zum Teil mit Gängen verbunden sind. Wir genießen die Ruhe vor Ort und diesen auch etwas mystischen Ort.

Anschließend entscheiden wir uns für einen kurzen Abstecher in das bekanntlich überlaufende St. Ives, welches so schön wäre, wenn es uns Touris dort nicht gäbe, zumindest im August ;-) Wir stoppen ca. 10 Minuten vor St. Ives und nutzen eine Park & Ride Option mit dem Zug, um dem Parkplatzchaos vor Ort zu entgehen. Auf der Fahrt entdecken wir aus dem Fenster Megasandbuchten mit türkisschimmerndem Wasser...wunderbar!

Doch in St. Ives werden wir in die Realität zurück geholt. Gefühlte 3 Millionen Touris schieben durch die Straßen und den Hafen, mit Cornish Ice Cream oder Fish & Chips in der Hand ... wir rennen fast duch den Ort und retten uns auf den höchsten Punkt, eine kleine Anhöhe, auf der es richtig schön windet, dafür mit Megarundumblick ...und der lohnt sich in St. Ives besonders, da viele Buchten den schön liegenden Ort einrahmen.

Wie immer retten wir uns schließlich in einen Teashop und verdrücken unsere Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade, dazu ein frisches Krabbenfleisch- sandwich....tolle Kombination, oder! ;-)

Nach 3 Stunden lassen wir den kurzen Ausflug in den Massentourimus wieder hinter uns und freuen uns auf unsere Lieblingsbucht vom letzten Jahr - Treen Beach, ca. 2km von unserer Unterkunft entfernt. Zum schwer zugänglichen Strand läuft man ca. 20 Minuten. Man erreicht ihn nur durch steiles Hinunterklettern (Hunde und Gepäck werden am Schluss einfach runtergeworfen). Da dies hier alle so machen, trauen wir uns auch dieses Jahr den Abstieg und genießen unsere einsame gelgene englische Karibikbucht mit (mitgebrachten) warmen gegrillten Hühnchenstücken bei ca. 22 Grad warmer Abendsonne. Morgen geht es auf den Rückweg, hoch, nordöstlich nach Lynton im Exmoor National Park. Dort werden wir erstmals 2 Tage verbringen...

Tag 10 - AM OFFIZIELLEN ENDE VON ENGLAND

14Aug2014

Zunächst eine kleine Einstimmung auf Land`s End für Interessierte                                     (Quelle: mystisches-england.de)

=> sonst einfach überspringen und nach unten zum Blogeintrag scrollen! ;-)

Nach Land’s End kommt man nicht, weil die Klippen hier besonders dramatisch und atemberaubend sind, oder weil die grüne Hügellandschaft im Hinterland besonders idyllisch ist. Man kommt auch nicht hierher, weil man sich beste Unterhaltung vom Besucherzentrum erwartet. Land’s End ist ein symbolischer Ort: das westliche Ende des britischen Festlands. Schon im Namen schwingt etwas mit, das nach Fernweh klingt. Es ist ein Wendepunkt (zum Beispiel auf einer Cornwall-Rundreise), ein Wegmarker, ein Ausgangs- oder ein Endpunkt. Wer die Südküste Englands abfährt, hat Land’s End im Blick und steuert darauf zu. Wer eine Rundreise durch Cornwall unternimmt, erreicht hier das Bergfest und wendet sich nach Norden. Wer den South West Coast Path entlang laufen möchte, nimmt Land’s End als Ausgangs- oder Endpunkt.

Und Land’s End ist der Anfang bzw. das Ende einer der größten Herausforderungen auf Großbritanniens: der Wanderung von Land’s End bis John o’ Groats. „Von Land’s End bis John o’ Groats“ ist auf der Insel inzwischen zum geflügelten Wort geworden und wird immer dann verwendet, wenn man von großen Entfernungen spricht. Knapp 1400 Kilometer liegen zwischen den beiden Punkten, die so weit von einander entfernt sind, wie keine zwei anderen Punkte auf dem britischen Festland. Wer von Land’s End nach John o’Groats wandert oder fährt, der durchquert Großbritannien komplett: vom südwestlichsten Punkt Englands zum nordöstlichsten Punkt Schottlands.

Jährlich stellen sich Tausende dieser Herausforderung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder auf Inline-Skates, auf dem Skateboard oder im Rollstuhl. Während man normaler Weise davon ausgeht, das Radfahrer knapp 2 Wochen unterwegs sind und Wanderer 2 bis 3 Monate für die Expedition brauchen, gibt es Menschen, die die Strecke innerhalb von 9 Tagen gerannt sind. Die Idee hinter Land’s End inspiriert die Menschen zu den merkwürdigsten Aktionen. Seit Barbara Moore 1960 als Erste die Strecke zwischen John o’Groats und Land’s End zurückgelegt hat, schob beispielsweise eine Gruppe junger Männer eine Badewanne quer über die Insel und ein Golfspieler aus Surrey legte die Strecke 2005 zurück, während er Golfbälle spielte. David Sullivan brauchte für die 1.100 Meilen sieben Wochen und erhielt anschließend einen Eintrag im Guiness-Buch für die längste Distanz zum Loch. Im Rollstuhl wurde die Strecke einmal in 7 Tagen und 5 Stunden zurückgelegt. Für Aufsehen sorgte auch den Pensionär Richard Elloway aus Somerset, der in zwei Wochen, acht Stunden und 30 Minuten von Land’s End an den nordöstlichsten Punkt Schottlands fuhr, ohne dafür auch nur einen Pence zu bezahlen. Er nutzte hierfür ein Senioren-Ticket, das es Menschen über 60 erlaubt, kostenfrei bestimmte Busse zu benutzen. Inzwischen gibt es eine „offizielle“ Route für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die knapp 23 Stunden dauert und 216 Pfund kostet.
 
 
Unser Tag am Ende von England
 
Nach einem Full Cornish Breakfast starten wir von unserer bewährten Bio-Farm in Porthcurno erst gegen Mittag in Richtung Sennen Cove, nachdem wir den Vormittag erstmals bei Wind und Regen in unserem gemütlichen Familienzimmer mit Meerblick verbracht haben..
 
Sennen Cove verspricht einen idealen Zugang zu Land`s End und ermöglicht quasi ein Heranschleichen an die Touristenströme "von hinten". Wir parken in Sennen Cove und sind überwältigt von der unerwartet großen Bucht mit ihrem sehr einladenden breiten Sandstrand. Obwohl noch Regenneigung in der Luft liegt und es nur ca. 18 Grad hat, sind schon einige Wellensurfer im Wasser. (Bilder zum Vergrößern anklicken!)
 
 
Wir laufen am Hafen von Sennen Cove entlang zum Einstieg in den Coastal Path...
 
 
Ein Blick zurück zeigt, dass Sennen Cove noch einen Schauer abbekommt - wir nicht ;-)
 
 
Wir nähern uns bereits der Landzunge von Land`s End mit den vorgelagerten Inseln...
 
 
 
Schließlich erreichen wir den offiziellen Aussichtspunkt...
 
 
 
 
 
Nach 30-minütigem meditativen In-die-Ferne-Starren entkommen wir den Massen wieder in Richtung Sennen Cove, wo sich nun sogar noch Badewetter andeutet...für uns ist/war Land´s End übrigens tatsächlich "ein Ziel und ein Wendepunkt" unserer Reise zugleich. (siehe Artikel oben!). Der Rückweg zeigt neue Perspektiven...
 
 
In Sennen Cove hellt es immer mehr auf und die Wellenreiter haben sich stark vermehrt... und die Kinder sehen dies als Einladung doch auch mal ins Wasser zu gehen...so wird aus dem Regentag sogar noch ein Badetag...
 
 
Englische Großeltern spielen Cricket mit ihren Enkeln...
 
 
Die Flut kommt und erobert sich den breiten Strand schnell zurück...
 

 Typisch England - nach einem trüben Beginn noch ein sonniges Ende!

 

 

 

Tag 9 - Transfer nach Cornwall - Besuch Eden Project

13Aug2014

Heute heißt es Abschied nehmen von Mandys Farm. Wir machen uns auf den Weg zu unserer nächsten Station, dem südlichsten Zipfel Englands. Wie im letzten Jahr, werden wir auf den "Klippen" von Land´s End auf einer Bio-Farm wohnen. Auf dem Weg besuchen wir das Eden Project, eine tolle englische Mischung aus "Gardening" und "Modern Technology". Die Anlage ist gigantisch und trotzdem mit den vielen kleinen Öko-Nischen ein Ort zum Staunen, Spielen, Lernen und Relaxen - eine tolle Mischung aus Bio-Museum und Mega-Landesgartenschau. Da aber alles bereits seit Jahren eingewachsen ist, wirkt das Ganze überraschend "natürlich" und man kann sich kaum satt sehen an all der Pflanzenfülle und Farbenpracht...Ich werde versuchen, nur Fotos zu zeigen, die letztes Jahr nicht schon zu sehen waren (siehe Blog 2013).

Während letztes Jahr "Die Biene" das Leitthema war, steht in diesem Jahr alles unter dem Zeichen der "Dinosaurier". Immer wieder werden wir, zur Freude unserer Kinder, von einem echten, frei herum laufenden T-Rex verfolgt...nur Kinnstreicheln kann ihn besäänftigen...

In großzügigen Essbereichen wird Bio-Essen für alle sichtbar frisch zubereitet. Es gibt diverse Quiches, Salate und dazu Bio-Kartoffeln...(Burger mit Chips gibt es draußen).

Auch in diesem Jahr bewundern wir die englische Kunst des Geschichtenerzählens für Kinder. Gebannt lauschen wir einer 25-minütigen, spannenden alten Sage aus Südwales, die immer wieder mit Gitarrenklängen unterlegt wird...

 

Tag 8 - Badestelle am River Dart & Totnes

13Aug2014

Heute werden wir dem Regen wohl nicht mehr entkommen, zumal es wieder einmal in den Naturpark Dartmoor geht (siehe letztes Jahr), wo wir dem Tipp eines einheimischen Engländers folgend den Ort "Spitchwitch" suchen wollen, einen angeblich idyllisch gelegenen Badeplatz direkt im Wald am moorigen, goldbraunen River Dart. Im Internet suche ich eine Zugangsbeschreibung und stoße nur auf "Spitchwick"...ja, das könnte es sein. Wir starten in Dartmoor am winzigen Ort Poundsgate (<10 Häuser) und schlagen uns über Kuhweiden den Berg hinunter in den Wald, in dem wir die Badestelle vermuten. Nach ca. 30 Minuten hören wir fließendes Gewässer und entdecken wenig später ein breite Badestelle im Wald, ungewöhnlicher Weise von einer Metallhängebrücke überbaut. 

Da sich dort aber nicht die erwarteten englischen Familien tummeln, folgen wir dem Fluß noch ein Stück flußaufwärts bis ...zu einer filmreifen Badelichtung mitten im Wald, ein riesiges Naturfreibad direkt am Fluß - Spitchwick - oder doch Spitchwitch? Die Sonnen scheint zwar zwischendurch immer wieder sehr warm, doch kühlt es bei Wolken/Regenschauern sofort spürbar ab. 

 

Die Folge ist, dass man ständig zwischen Badehosenlook und regenfester Bergausrüstung wechseln möchte ...typisch Dartmoor im Sommer! Zum Baden ist es leider nicht warm genug, vor allem nicht der gebirgsgewässerähnliche River Dart. 

Nach einem kleinen Picknick am Fluß geht es anschließend in das malerische Totnes zum Shoppen und - Teetrinken. Kaum sind wir dort entdecken wir einen alten Teeladen und schlagen sofort zu, wie immer ;-) Cream Tea...

Danach bummeln wir weiter, kaufen diese und jene Kleinigkeit und staunen über manche Shops und ihre Schaufensterauslagen...

 

Morgen reisen wir weiter zum berühmten Eden Project bei Saint Austell. Da unsere Tickets vom letzten Jahr noch eine Woche gültig sind, werden wir diesmal nicht 68 Pfund zahlen müssen, sondern einfach so hineinspazieren...und wir sind gespannt, ob sich dort etwas verändert hat...

Tag 7 - Dartmouth & Kingswear

12Aug2014

Bereits 1 Woche (!) ohne Regen trauen wir den dunklen Quellwolken über Torbay heute gar nicht und fahren ihnen davon Richtung Süden zur Flussmündung des Dart River. Der River Dart hat seinen Ursprung im Dartmoor und mündet zwischen den beiden malerisch gelegenen Orten Kingswear und Dartmouth in den Ärmelkanal. 

Wir kommen mit dem Auto in Kingswear an, parken kurz vor dem Zentrum und laufen zur  Fußgängerfähre (4 Pfund als Familie einfach). Rechter Hand sieht man den kleinen Hafen und den Bahnhof von Kinsgwear, von wo die berühmte Dartmouth Steam Railway (Dampflok) nach Totnes fährt. Ebenfalls rechts, aber auf der Seite von Dartmouth sieht man ein gewaltiges Gebäude, das Royal Naval College von Dartmouth liegen, welches immer wieder auch englische Könige ausgebildet hat, u.a. in kurzen Phasen auch Prince William.

 Rechts zu sehen ist Kingswear, links Dartmouth. Wir nehmen die Fußgängerfähre...

 

 

Dartmouth ist ein sehr gepflegter, farbenfroher Ort mit vielen kleinen Boutiquen und Kunsthandlungen. Dazwischen gibt es Tea Shops und Buchläden..sehr nett...dafür aber auch gut von Touristen besucht.

In einem kleinen Café haben wir 2 riesige Scones verdrückt, die größten und leckersten, die wir in diesem Urlaub bisher bekommen haben. Als dann der Koch/Sconebäcker kurz ins Cafè kam, war uns schnell klar, dass hier ein echter Süßigkeitenexperte am Werk gewesen war ;-)

Nach ein paar kleineren T-Shirt-Einkäufen bei "Weird Fish" (die das Motto "Escape the Ordinary" haben) laufen wir den Coast Path zum Dartmouth Castle, der (strategisch) direkt vorne an der Mündung zum Meer liegt. (im Bild ganz rechts)

 

...entlang an wunderbar bewachsenen Steinmauern...

...

Nach 4h verlassen wir Dartmouth wieder und setzen über zurück nach Kingswear, einem eher (bunten ;-) Wohnort, als einem Touristenort.

 

Am Abend an unserem Hausstrand suchten wir vergeblich nach einem Geo-Cache, versteckt in den Klippen. Dafür wurden wir für unsere späte Anwesenheit am Strand belohnt mit einem unerwarteten Robbenbesuch. Ein nettes Robbenpärchen durchschwamm die Bucht in Strandnähe und kam bis auf 5m an uns heran...ein netter Tagesabschluss!

 

 

Belohnung ausgesetzt!

11Aug2014

Alle meine Schüler, die ein Bild kommentieren, erhalten ein kleines Souvenir aus dem Englandurlaub. Der erste erhält einen Sonderpreis! Also traut euch...

Special - Kurioses rund um England und die Engländer

11Aug2014

Heute ein paar kuriose Fundstücke aus dem bisherigen Urlaub...und ein paar lustige/kritische Kommentare dazu...

Beginnen wir mit dem letzten Satz dieses U-Bahn-Hinweisschilds zum London Zoo...

In der Tate Gallery gab es durchaus auch lustige Ausstellungsbereiche...

Lange haben wir am Camden Market überlegt, ob wir uns alle 10 Minuten lang die Schuppen von den Füßen zupfen lassen sollten. Doch wenn man sieht, wer da alles seine Füße rein hält, scheinen die Fische wohl eher die kleinste Bedrohung zu sein...

In Wells geht man zum Erfassen der Geburten und Todesfälle wohl eher an ein ruhiges Örtchen...

Was für ein schöner Spielzeugladen denkt man auf den ersten Blick, bis man sieht, was da alles so in der Auslage steht...die Engländer können und wollen den 2. Weltkrieg einfach nicht vergessen. Sie sind stolz auf ihr Armee und da kann es zum Geburtstag schon einmal einen schönen kleinen Panzer geben...(Bild durch Klick vergrößern, dann siehst du mehr!) 

Netten englischen Humor fanden wir im Schaufenster eines Cafés in Wells...

Unse Guide Michael in Cheddar bat uns nichts in dem Bus zu vergessen. Falls wir doch etwas vergessen sollten, "then you will find it on ebay next week!" sagte er.

Erstaunt sahen wir an unserem Hausstrand in Paignton, wie eine echte englische Lady gleich samt ihrem Kleid ins Wasser ging...

Letzte Woche konnte man lesen, dass die Deutschen zu den dicksten Menschen in Europa gehören. Desweiteren erfuhr man in der aktuellen Statistik aber auch, dass die Engländer noch dicker sind als wir. Wir haben in der ersten Woche soviel Dicke gesehen, wie noch nie zuvor.

Ganze Groß-Familien sitzen hübsch tätowiert, chipsessend und colatrinkend stundenlang (!) reglos am Strand und daddeln auf ihren Smartphones herum. Die einzigen Bewegungen sind das Hineingreifen in die Lunchbox und das Werfen des Stöckchens, falls sie einen Hund dabei haben, was inzwischen wohl auch englischer Standard ist...schaut euch die Bilder an und staunt wie wir...

Zum Schluss noch zu den Modesünden einiger junger englischer Damen...hier eine Aufnahme aus der U-Bahn ... zwei Schwestern im "Old Lady Look" 

Tag 7 - Faulenzen und Cockington Village

10Aug2014

Erstaunt merken wir beim Aufstehen, dass der erwartete Sturmausläufer nachts bereits gewütet hatte und so scheint die Sonne, allerdings bei noch sehr starkem Küstenwind. Gigantische Wattewolken ziehen unglaublich schnell vorüber und wir beschließen eine ruhigen Vormittag im Garten und am Hausstrand, um zu sehen, wie das Wetter sich weiter entwickelt.

Am Nachmittag fahren wir doch noch los, ins 5km entfernte Torquay und besuchen das Cockington Village, Cockington Court und den dazu gehörigen Country Park – Das zweieinhalb Meilen vom Zentrum Torquays innerhalb der Stadtgrenzen liegende ehemalige Fischer- und Bauerndorf Cockington (ca. 2500 Jahre alt) hat einen noch heute erkennbaren angelsächsischen Kern. Sehenswert sind neben den restaurierten, reetgedeckten Häusern auch die alte Schmiede und das Gutshaus aus dem 17. Jahrhundert sowie die normannische Kirche. Natürlich gibt es auch  schöne Picknickwiesen und genug Gelegenheiten um einen Devon Cream Tea zu genießen. Für morgen habe ich ein Special mit aktuellen besonderen Bildern der letzten Tage geplant, welche die englische Lebensart und den berühmten Humor besonders gut zeigen ...CU!

Tag 6 - Paignton - Mandy`s Farm - Golf spielen auf den Klippen

09Aug2014

Hier eine Übersicht zur Lage unserer Farm-Unterkunft:

Endlich ein ruhiger Tag in Paignton. Unsere Farm liegt am Rande von Paignton neben dem Strand Broadsands, der oft an Sommertagen gut besucht ist.

Neben der Farm liegt der kleine Golfplatz Churston, dahinter ein kleine Kiesbucht, von wo man auch das Fischerdorf Brixham über einen längeren Küstenspaziergang erlaufen kann (siehe letztes Jahr). Mit Obstsalat und unserem ersten Full English Breakfast (gebratene Tomaten, Pilze, Kartoffeln, Spiegelei, Schinken + Toast) starten wir in den Tag. Da die Sonne noch lacht, gehen wir gleich zum "Hausstrand" hinter der Farm, ein wunderbarer Abschnitt der Bucht von Paignton mit großen Kieseln und flachem Wasserzugang.

Die Badetemperaturen liegen bei ca. 16 Grad ...brrr. Da wird man eher mit den Kiesesteinen aktiv...oder sucht nach Tieren in den kleinen Salzwasserbecken zwischen den Felsen...

 

Zurück auf der Farm gibt es nun einen selbst gekochten Lunch und natürlich sofort danach die 4. Tasse Tee an diesem Tag. Die Kinder genießen den Hof, den großen Garten, sogar mit einem alten Fußballtor ausgestattet. Zeit für uns zum Lesen... Schließlich gehen wir in nur 3 Minuten rüber auf den wohl schönsten öffentlichen 9-Loch-Golfplatz von Torbay, direkt auf den Klippen gelegen. Für 12 Pfund kann die ganze Familie Abschläge und Putten üben. Gut, dass nach uns keiner mehr kommt, sodass wir uns Zeit lassen können. Zahlreiche Fehlschläge mit lustigen Drehungen um die eigene Achse sind übrigens sehr unterhaltsam ;-)

Den Abend lassen wir heute ruhig ausklingen - mit Kartenspielen...

Tag 5 - Cheddar Gorge in Sommerset

08Aug2014

Heute starten wir von unserem Wookey Hole Hotel (das günstigste im ganzen Urlaub mit nur 50 Pfund pro  Nacht) zum 10 Minuten entfernt gelegenen Schluchtensystem Cheddar Gorge. Die Gegend ist u.a. auch für ihre Käseproduktion des berühmt (berüchtigten) Cheddar Cheese bekannt. Diesmal nehmen wir die 57 Pfund Eintrittskosten für ein Tagesticket in Kauf, da es doch einiges zu sehen und erleben gibt.

Am Schluchteneingang steigen wir vom PKW in einen oben offenen Doppeldeckerbus um, der uns zunächst in ca. 15 Minuten die gesamte Schlucht aus der Straßenperspektive zeigt. Unser Guide Michael berichtet von drei Eiszeiten, die gut sichtbar sind, einem Höhlenmenschen, dem Cheddar Man und schließlich von den zahlreichen Knochenfunden in dem gewaltigen unterirdischen Höhlensystem. Da auch die Höhlenmenschen wohl mit dem Cheddar Cheese bzw. dem englischen Essen nicht so viel anfangen konnten, wurden sie offenbar zu Kannibalen und haben sich lieber selber gegenseitig verspeist, so haben wir es jedenfalls verstanden ;-).

Im zweiten Teil der Tour durften wir, bewaffnet mit guten deutschsprachigen Audioguides, die größte Höhle vor Ort besichtigen. Bezüglich der uns aus der Fränkischen Schweiz gut bekannten Tropfsteine kann sie nicht sehr beeindrucken, wohl aber durch ihr Kammer- und Kaminsystem bzw. durch ihre spektakuläre Ausgrabungsgeschichte.

Das prähistorische Museum gegenüber der Höhle macht den Höhlenbesuch zu einem interessanten TOP für die Kinder. Hier zeigen die Engländer ihre Kunst, Geschichte sehr verständlich und kindgerecht aufzubereiten, sodass man nicht nur schnell durchläuft ...

Nach dem geschichtlichen Teil starten wir anschließend eine 2-3h Klippenwanderung, die es mit diversen Auf- und Abstiegen durchaus in sich hat. Sie ist als komplette Wanderung wohl so "exhausting", dass sich die Engländer selber nur am Beginn und am Ende der Wanderroute aufhalten (meist in Picknickform) und wir auf den Höhenwegen jeweils fast alleine unterwegs sind. Wir genießen die tolle Aussicht auf Sommerset und die Steilwände der Schlucht. Erschöpft erreichen wir schließlich einen netten Tea Garden, in dem wir zuvor bereits einen Tisch reserviert hatten. Dort genießen wir unseren ersten Cream Tea mit Scones.

Als Abschluss steht dann noch eine Kristallsuche in einem zweiten Höhlensystem auf dem Programm. Sie entpuppt sich als eine Mischung aus Geisterbahn- und Herr der Ringe - Elementen und weiß unseren Kindern mit einigen grusligen Special Effects durchaus eine gewisse Angst einzuflößen ;-)  ... spooky!

Noch ein Eis zum Abschluss und wir beenden den Tag mit unserer Transferfahrt in den Süden Englands, nach Paignton zu Mandy`s Farm, wo wir letztes Jahr schon wunderbare Tage verbracht haben. Da wir für 20 Pfund Aufschlag eine Küche im Gästehaus für 5 Tage alleine benutzen dürfen, decken wir uns zuvor bei Sainsbury´s noch mit Pasta, Salat, Pizza, Toast, usw. ein. So sind wir dann wenigsten ein paar Tage unabhängig vom englischen Pub- bzw. Fastfood. Morgen werden wir dann einen sonnigen Farmtag genießen, bevor uns am Sonntag die Tiefausläufer des Hurrikan Bertha treffen sollen...das schreit schon nach dem ersten Lesetag ;-)

Tag 4 - Auf nach Sommerset: Wookey Hole - Wells

08Aug2014

Gegen Mittag verlassen wir London mit dem Mietwagen, den wir am Russel Square abgeholt haben (Info: 13 Tage, all incl., Zweitfahrer möglich, ca. 380 Euro, diesmal gebucht über den ADAC) in Richtung Oxford, lassen das Wembley Stadion (zum Bedauern von Elias) rechts liegen und halten uns Richtung "The West". Nach ca. 4 h (Tee-Pause bei "Costas") erreichen wir unser Zwischenziel "Wookey Hole". Von dort lassen sich morgen perfekt die Cheddar Gorges (Schluchten- und Höhlensystem in Sommerset) besuchen. Um den frühen Abend noch zu nutzen, erkunden wir das neben Wookey Hole befindliche kleine Städtchen Wells. Ohne Touristenströme entdecken wir in der warmen Abendsonne ungeahnt schöne Häuser, Gässchen und Kirchen. Als wir die Kathedrale nach einem kurzen Fußmarsch plötzlich vor uns liegen sehen, wird uns klar, dass allein dieser Ort einen Abstecher Wert gewesen wäre. In der Kathedrale erkunden wir die vielen stimmungsvollen, lichtdurchfluteten Ecken, um anschließend noch den nebenan gelegenen Bischofssitz in Augenschein zu nehmen und schließlich den Ort Wells näher zu erkunden. Aber Bilder sagen hier wohl mehr als Worte....

Tag 3 - London Themse-Ufer

06Aug2014

Wir nehmen diesmal den Bus Nr. 17, direkt vom 2 Min. entfernt gelegenen Archway Busbahnhof,  in Richtung St. Paul`s Cathedral.

Dort angelangt, erreichen wir in wenigen Minuten die Millenium-Bridge, die uns direkt zur Modern Tate Gallery führt. Auch dort kommt man kostenlos rein und bei Ankunft am späten Vormittag hat man richtig viel Raum fürs Betrachten all der Kunstobjekte auf 3 großzügig angelegten Etagen. Von Matisse, über Rothko bis hin zu Picasso sind eigentlich alle vertreten und somit ist das Ganze gar nicht so "modern" wie erwartet (nur ein paar seltsam anmutende und etwas trivial wirkende Installationen, sowie ein paar hochkant aufgestellte Strohmatten fordern unsere Vorstellungskraft etwas!).

Nach einer abschließenden Tasse Earl Grey im Museumscafé geht es dann weiter am Themseufer entlang zum Globe Theater, wo natürlich alle aktuellen Veranstaltungen ausverkauft sind und eine reine Besichtigung ca. 36 Pfund für uns kosten würde. Wir sehen lieber einem Seifenblasenkünstler am Ufer zu...

Die Kinder sind froh, dass sie nicht ins Globe Theater rein müssen (aber sicher beim nächsten Mal), weil sie bereits scharf sind auf den nächsten Themseufer-Höhepunkt, die HMS Belfast, ein altes Kriegsschiff der englischen Marine. Dieses liegt quasi dauerangekettet direkt vor der Tower-Bridge und will für 31 Pfund besucht werden. Wieder zu teuer, wenn man König der Löwen gerade hinter sich und noch 2 Wochen voller Kinderwünsche vor sich hat!

Wir passieren schließlich die London Bridge und erreichen den schönen Aussichtsplatz vor der Tower Bridge mit wunderbarem Ausblick auf den Tower gegenüber. Das London-Wetter ist seit Beginn übrigens erstaunlich warm und trocken, bei ca. 24 Grad. Riesige Wolkentürme erinnern einen aber ständig daran, dass man gerade großes Glück hat ;-). 

Wir überqueren die überfüllte Tower Bridge und schlagen uns sofort danach rechts hinein, zum gemütlichen St. Katherine`s Dock (immer noch unser Geheimtipp: eine Tasse Tee mit selbst gebackenem Kuchen im Boat House mit Blick auf die edlen Dockappartments), wo wir den Tag in Ruhe ausklingen lassen.

Auf dem Rückweg entdecken wir im Burggraben des Towers eine beeindruckende Roseninstallation anlässlich des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren, die am Tag voher erst eingeweiht worden war...

Tag 2 - Camden Market - Natural History Museum - Covent Garden

05Aug2014

Nach einem englisch-deutschen Frühstück (inkl. Salami + Käse, das würde der Engländer so früh am Morgen nie wagen ;-) mit einem genialen, vom Hausherren selbst gemachten Fruchtsalat geht es los per Tube zum Camden Market.

Dort findet man den typischen London-Mix aus der multikulturellen Bevölkerung Londons und den vielen Touristen. Die Gegend rund um Camden Market pulsiert und wirkt recht farbenfroh, manchmal jedoch auch etwas schmuddelig und der ein oder andere Straßeneckengeruch steigt einem beißend in die Nase. Zwischen billigen Chinaproduktmarktständen und genialen orientalischen Fastfoodinseln befinden sich nette Passagen mit anspruchsvollem Kunsthandwerk, zum entsprechenden Preis. Trotzdem hat man mit der Zeit das Gefühl, dass eigentlich alle Marktstände fast das Gleiche verkaufen und, dass es ständig viel zu laut ist, wenn man den Straßenlärm noch hinzurechnet. Da hilft dann nur noch abschließend ein kleiner englischer Teeshop als verdiente Verschnaufpause.

Anschließend wagen wir den 2. Versuch im (kostenlosen) National History Museum (letztes Jahr hätten wir ca. 2 h in der disziplinierten englischen Schlange warten müsen) und haben Glück. Nach 15 Minuten erblicken wir die ersten Dinoskelette und wenig später den riesigen Wal, samt Skelett, in Originalgröße. Im angeschlossenen Wildlife Garden erholen wir uns erneut von den Massen beim Blick auf Froschteiche mit Seerosen und bei Mikroskopexperimenten für Kinder.

Da wir am Abend das Musical "The Lion King" besuchen wollen, bietet es sich an, bereits vorher den Stadtteil Covent Garden zu erkunden, wo sich auch das Lyceum Theatre befindet. Ein Garten erwartet uns dort allerdings nicht, sondern eine Gegend voller edler Hotels, Restaurants, Passagen, Höfen und Straßenzügen, die fest im Griff von Straßenkünstlern weltweiter Herkunft sind. Wir sind beeindruckt und hungrig. Nach ca. 40 Minuten Suche gelingt es uns einen letzten Platz in einem Öko-Fastfood-Restaurant zu ergattern, wo man uns Zimt-Limonen-Naturreis zum Chicken serviert statt einfach Chips/Pommes.

Dann endlich ins Theater! Für 150 Euro für 4 Personen sitzen wir auf den billigsten (!) Plätzen im Grand Circle Bereich, ganz oben, letzte Reihe, ganz mittig, ideal um alles gut zu sehen und zu hören, wenn auch der Blickwinkel manchmal etwas besser sein könnte...

Die Kinder sind begeistert von der bunten, kinderfreundlichen Performance mit vielfältigen afrikanischen Klängen, die auch Erwachsene zu verzaubern wissen. "1000 mal besser als das Phantom der Oper letztes Jahr", stellt Elias doch sehr müde am Ende des Tages fest. Morgen geht es an die Themse...dort wartet diesmal das Südufer auf uns...

Tag 1 London - Ankunft in Sinead`s B&B

04Aug2014

Im Eiltempo geht es heute mit der Lufthansa von München nach London (Flugzeit ca. 105 Minuten). Elias (11) ist begeistert vom Landeanflug über das Wembley Stadion ... 20 Minuten nach der Landung haben wir bereits alle Koffer. Am Ausgang wartet schon der Fahrer unseres Mini-Cabs (günstigste Transferoption in die City für 40 Pfund für 4 Personen bis vor die Haustür). Wow! Was für ein Start in den Urlaub! Den Mietwagen übernehmen wir übrigens diesmal erst am Ende des London-Aufenthalts, da wir das Auto ja vorher nicht wirklich benötigen...

Einen ersten erwähnenswerten englischen Dialog gabe es mit unserem Minicab-Fahrer im coolen Afrolook:

Ich: "We`re a bit early because our flight was shorter than expected.

Fahrer: "Where did you start?"

Ich:"In Munich."

Fahrer: "Oh, that`s in France, isn`t it!?"

Seine Taxifahrkünste waren dann weit besser als seine Geografie-Kenntnisse. Er schaffte  tatsächlich (mit einer Tankanzeige von 20 Meilen Restreichweite!!!) die 22 Meilen in die City ohne dass der Wagen stehen blieb. Am Ende hatte er sogar noch 8 Meilen übrig! Amazing!

Dann die Ankunft in Sinead´s B&B. Ein nahe der U-Bahnstation Archway gelegenes Häuschen im viktorianischen Stil. Sineads Haus steht uns praktisch alleine zu Verfügung. Wir haben freien Zugang zu Küche und dem netten kleinen Garten. Die Umgebung fühlt/hört sich nach Stadt an...

Zum Abendessen laufen wir Richtung Archway Station und können wählen zwischen KFC, Pubs, türkischen, persischen und englischen Fish/Chicken & Chips Fastfood Restaurants. Wir haben uns für Hazmans Authentic Mediterranean Turkish Cuisine entscheiden ...und lagen goldrichtig ...more delicious than in Istanbul ;-)

Am 4.8. fliegen wir nach London

31Juli2014

Hier werden wir diesmal nur 3-4 Tage bleiben, wieder in einem privaten B&B gebucht über AirBnB. Unsere Gastgeberin muss nach Irland reisen, wo ihre Eltern goldene Hochzeit feiern. So haben wir ein kleines Haus für uns allein...wir sind schon gespannt!

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